auf der heutigen 64. frankfurter montagsdemo gegen hartzIV und sozialabbau wurde ausführlich über die großdemo in berlin am 5.11., dem sternmarsch (mit dem begriff marsch habe ich da so meine probleme) gegen die neue regierung, informiert. auch wenn die neue regierung noch gar nicht steht, noch koalitionsverhandelt wird, macht die demo insofern sinn, als daß jetzt noch einfluß auf die verhandlungen genommen werden könnte, wenn es, ja wenn es überhaupt noch zu einer großen koalition kommen sollte. das ist ja gar nicht mehr so sicher, nachdem die partei”linke” andrea nahles dem genossen müntefering in die suppe gespuckt hat, so daß er nun die beleidigte leberwurst spielt, ein part, den sonst nur der basta-gerd durfte.nicht immer, aber immer öfter! das sagt die neue PISA-studie zum thema chancengleichheit, deutschland erhält darin die note “ungenügend”:
“Wie kein anderes Schulsystem vergleichbarer Industriestaaten versagt das deutsche bei der Förderung von Arbeiter- und Migrantenkindern und damit auch bei der sozial und wirtschaftlich gebotenen Ausschöpfung der Begabungsreserven.” (heute.de)
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poecilotheria fasciata (mygale fasciata, bandierte würgespinne)
ein herz für nacktmulle hat rochus wolff [i:rrhoblog], freitägliche hundebildchen finden beim schockwellenreiter ihre heimstatt und ab sofort dürfen spinnen ihre netze beim bembelkandidaten aufschlagen. den anfang macht eine spinnenzeichnung von carl wilhelm hahn aus seiner “monographie der spinnen” (1812-1836), der ersten deutschsprachigen monographie zu spinnen überhaupt. hahn ordnete die fasciata noch in die mygale ein, seit 1885 (simon) wird sie den poecilotheria zugeordnet.
(kw 44 – 2005)
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heute ist reformationstag, das sollte bundesweit ein feiertag sein, denn heute erinnert die evangelische kirche zu recht an die nicht nur historisch bedeutsame reformation, ausgelöst durch martin luthers 95 thesen (bei wikisource für freunde des lateinischen originals).
ganz profan und lutherisch furze ich auf den halloween-kommerz, die guten horrofilme machen sich im fernsehen eh’ rar und empfehle lieber den lutherfilm zum tage auf der ard, LUTHER (mit peter ustinov), um 20.15 uhr. wie schreibt der frater aloisius zu recht, (jeden Tag ist) HELL-oween.
kaufen – kaufen – kaufen (ab 2.10.2005) uneigennützig möchte ich hier mal werbung für die strassenzeitung FREIeBÜRGER aus freiburg machen, teile der novemberausgabe stehen auch online zur verfügung. warum nun der bembelkandidat gerade für eine freiburger zeitung trommelt? ganz einfach, die redaktion hat freundlich angefragt, ob sie eine meiner kollagen zur anti-kampgane “du bist deutschland” verwenden darf (DU bist der kanzler). das hat mich natürlich gefreut und den dazugehörigen artikel von carina empfehle ich auch gleich zum lesen “ICH BIN ICH“:
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bis 67 arbeiten heißt faktisch weniger rente für den gleichen rentenbeitrag. das “rentenalter soll ab 2011 jährlich steigen“, in wahrheit geht es nämlich um eine rentenkürzung, da nützt auch kein koalitionssand, der uns in die augen gestreut wird. wer ehrlich sagt, worum es geht, hätte in meinen augen ein höheres ansehen. millionen menschen haben im alter gar keinen job mehr und müssen nach den bisherigen planungen eine rentenkürzung um über 20 prozent hinnehmen.
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japanische spiele waren es nicht, es war am taiwanesischen pavilion, dort wurde während der buchmesse eine teezeremonie zelebriert, so gut es im messeandrang möglich war. ein wenig schäbig wirkt nun mein frisch gebrühter tee…
“Und wie in jenem Spiel, bei dem die Japaner in eine mit Wasser gefüllte Porzellanschale kleine Papierstückchen werfen, die sich zunächst nicht voneinander unterscheiden, dann aber, sobald sie sich vollgesogen haben, auseinandergehen, Umriß gewinnen, Farbe annehmen und deutliche Einzelheiten aufweisen, zu Blumen, Häusern, echten, erkennbaren Personen werden, ebenso stiegen jetzt alle Blumen unseres Gartens und die aus dem Park von Swann und die Seerosen auf der Vivonne und all die Leute aus dem Dorf und ihre kleinen Häuser und die Kirche und ganz Combray und seine Umgebung, all das, was nun Form und Festigkeit annahm, Stadt und Gärten, stieg auf aus meiner Tasse Tee.” (Marcel Proust – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit)
auch wenn die kulturhoheit bei den bundesländern liegt, so gibt es trotzdem genügend aufgaben und verantwortlichkeiten für eine bundeskulturpolitik. länderübergreifende und internationale aufgaben und projekte haben bisher vom kulturstaatsministerium profitiert und insgesamt die kulturpolitk in deutschland belebt. daß manchem länderfürsten die provinzialität und selbstherrlichkeit eigener spießigkeit näher liegt, weswegen ihnen fördernde und fordernde kulturpolitk des bundes ein dorn im auge ist, kann ja wohl nicht der maßstab für koalitionsverhandlungen sein. daß ausgerechnet aus reihen der union, die sonst immer lautstark eine deutsche lei(d)tkultur fordert, die bundes-kulturpolitik nun zu einem wurmfortsatz der bildungspolitik verkümmern soll, ist schon mehr als wunderlich.
warum aber schweigen die kulturschaffenden zu dieser entwicklung, warum geht kein aufschrei durch die medien- und kulturlandschaft? noch ist nichts entschieden, doch jetzt werden die entscheidungen getroffen und vorbereitet. jetzt ist der moment, sich gehör zu verschaffen.
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s.a. blog::quakehelp, “die zweite todeswelle droht“, “noch immer 500.000 menschen ohne hilfe“, “das sterben geht weiter“, “erdbeben, die katastrophe in den medien“
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