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Nida-Rümelin sagt JA zur deutschsprachigen Musik

Sonntag, 05. August 2007 von bembelkandidat

“Böse Menschen senden keine Lieder – Deutschsprachige Musik und die Medien”, so der Titel eines Beitrags von Julian Nida-Rümelin (Ex-Kulturstaatsminister in der rot-grünen Bundesregierung) im Jahr 2003 in der Süddeutschen Zeitung:

“Ein entschiedenes Ja zur Quote deutschsprachiger Musik im Radio. Dient der kulturellen Vielfalt. Und außerdem: Wir wollen wieder verstehen, was wir hören. [...]
Deutschsprachige Rock- und Popmusik – ich rede jetzt nicht von Schlager- und Volksmusik – wird in deutschen Radiosendern kaum noch gebracht. Unter den 50 meistgespielten Titeln (etwa in den Top 50 Airplay Charts, ermittelt von Music Control) kommt manchmal ein deutscher Titel vor, das bewegt sich unterdessen in der Größenordnung von 2%.
Und vor allem: es sind immer die gleichen Titel, die wir zu hören kriegen. Die Zahl der im Rundfunk gespielten Titel ist von früher über eine Million auf rund Tausend geschrumpft. Wir erleben also einen dramatischen Verlust an musikalischer Artenvielfalt, der das Schrumpfen biologischer Arten noch weit übertrifft: Es bleibt am Ende wohl nur noch eine Art übrig: englischsprachig und daher für den globalen Markt geeignet, schlicht in der künstlerischen Qualität und für die großen internationale, angelsächsisch dominierte Musik-Industrie einträglich.”
(sueddeutsche.de 05.08.2003)


by tb

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