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Die “Echte Frankfurter Grüne Soße”

frankfurter gruene sosse
Der Gründonnerstag ist in Frankfurt ein kulinarischer Feiertag, der Tag der Grünen Soße.

Warum nun der Gründonnerstag, an dem nach christlicher Überlieferung das letzte Abendmahl Jesu stattgefunden haben soll, so heißt, dafür bietet die Wikipedia drei Erklärungen an:

* der Gebrauch grüner Paramente, die im Kirchenraum und in der Liturgie verwendeten Textilien, (obwohl Gründonnerstag weiße verwendet werden)
* das althochdeutsche Wort gr(e)inen (= klagen, weinen, trauern)
* das Essen grüner Kräuter

Zumindest in Hessen könnte das Essen grüner Kräuter tatsächlich die Erklärung sein, die Frankfurter Variante, die “Frankforter Grie Soß“, zu recht das Leibgericht von Goethe, besteht dabei aus mindestens sieben Kräutern (Petersilie, Schnittlauch, Kerbel, Kresse, Pimpinelle, Sauerampfer, Borretsch) – wie letztlich die Kartoffeln dazu gegessen werden und ob z.B. Quark in die Soße kommt (wie z.B. in Baunatal), daran scheiden sich die regionalen und Familiengeister, auf jeden Fall muß ordentlich frischer Schmand in die Soße!
…und so sieht dann die fertige Grüne Soße aus, sehr lecker!!!
gruene sosse

UPDATE, auf vielfachen Wunsch ein Rezept für die:
“Echte Frankfurter Grüne Soße”

In die Frankfurter Grüne Sosse gehören traditionell sieben Kräuter: Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch. Seltener wird Dill zugegeben.

Zur Zubereitung werden die Kräuter sehr fein gehackt, mit 1-2 hartgekochten Eiern, Schmand, Joghurt und saurer Sahne vermengt (je nach Kräutermenge jeweils 1-2,3 Becher) und mit Öl, Salz und Pfeffer vermengt. Dann unbedingt an einem kühlen Ort gut durchziehen lassen (so 2-3 Stunden).

Die Sosse wird traditionell zu Pell-, Salz- oder Backkartoffeln und hartgekochten Eiern gereicht.

Ein Beitrag vom Donnerstag, 20. März 2008, in der Kategorie foto, frankfurt, gebabbel.

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8 Kommentare

  1. Zum Fest

    Die Karwoche neigt sich ihrem Ende zu. Heute ist Gründonnerstag, seit dem 12. Jh. die volkstümliche Bezeichnung für den kirchlichen Gedenktag der Einsetzung des Abendmahls (de coena domini), er wurde schon in der alten Kirche als solcher begangen (B…

    Trackback: Philologisches Klo – 20. März 2008

  2. An den Gründonnerstagen meiner Kindheit – vor über 40-30 Jahren – gab es in meinem Dorf nähe Heidelberg in der Kühltruhe des einzigen Dorfladens ausschließlich Spinatpäckchen. Etwas anderes war nicht zu haben. Das ganze Dorf hat Spinat mit Spiegeleiern gegessen. Ich glaube, da wurde etwas verwechselt. Man hatte gedacht, man muß etwas Grünes essen am Gründonnerstag. Und von der herrlichen Frankfurter Grünen Soße, die ich wohl kenne und die eine tolle Alternative zum Spinat gewesen wäre, hatten die Einwohner Waldhilsbachs keine Ahnung.

    Kommentar: Lisa Rosa – 25. März 2008

  3. also isch waas ja ned……
    Hatte dieses Jahr zum ersten mal seit langer zeit wieder “Griie Soos” gekauft (mein Lebensgefährte kennt und mag sie nicht) und habe mich doch gewundert bzw. geärgert, als ich das Päckchen geöffnet habe. 7 verschiedene Kräuter, lachhaft.
    90% des Inhalts bestand aus Petersilie, 5% aus Schnittlauch und der Rest teilte sich in einige mickrige, welke Stengelchen von irgendwas…..
    Ich war wirklich zornig und fühlte mich veräppelt. Bin ich die Einzige, die solch ein Päckchen erwischt hat oder ging es einigen hier auch so ähnlich? Falls ja – ich finde man könnte den Oberräder Kräutergärtner ruhig mal ein paar “nette” Zeilen zukommen lassen, oder?
    lg
    romi

    Kommentar: romi – 29. März 2008

  4. @romi
    deinen aerger kann ich sehr gut verstehen, ging mir vor drei jahren auch mal so, unmengen petersilie (wobei die ja angeblich so schlecht gewachsen sein soll dieses jahr), habe mich auch tierisch geaergert, zu recht!
    ich wuerde mich ruhig mal heftig beschweren, vielleicht hast du die petersilien-kraeuter-packung auch fotografiert?

    Kommentar: bembelkandidat – 17. Mai 2008

  5. wie kann ich gruene sosse samen im blumenkasten auf
    meinem balkon wachsen lassen.????
    bitte um email antwort
    vielen dank guenter henning
    1515 lakeshore road east
    mississauga ,ontario
    canada
    tel.905 274 7193/apt 904

    @guenter henning
    hallo guenter, na wie bei anderen samen auch, einfach einsetzen, leicht mit erde bedecken, mit wasser begießen und sonnig aufstellen, aufpassen, daß die erde nicht zu trocken wird (auch nicht zu feucht) und die keimlinge nicht in der sonne verbrennen lassen, das war’s :-)

    Kommentar: guenter henning – 01. Juli 2008

  6. Also, es gibt keine “echte” Grüne Sosse. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept. Die Kräuter in selbstgemachter Mayo ist auch eine Variante. Die einzigen GEmeinsamtkeiten aller grünen Sossen, die ich kennenlernen durfte sind: a) Die Kräuter gehören nicht in den Mixer sondern müssen kleingehackt werden und b) einige kleingehackte hartgekochte Eier gehören immer rein.

    Meine Sosse mache ich mit Jogurt, außerdem mache ich sauere Gurken kleingeschnitten rein und würze auch mit der Gurkensosse.

    Kommentar: somlu – 08. April 2009

  7. Ach so, für alle in und um Frankfurt Lebenden, ausgezeichnete Kräuter bekommt man problemlos auf dem Höchster Wochenmarkt jeden Samstag. Da werden die Kräuter lose verkauft. Beste Quelle, die ich kenne. Seit ich Köln lebe, kaufe ich dort immer eine größere Menge, hacke sie klein und friere die Kräuter portionsweise ein.

    Kommentar: somlu – 08. April 2009

  8. ;-) och jo liebe somlu …
    die “echte” oder “falsche” grüne soße gibt es nicht, da hast du natürlich recht ;-) allerdings gibt es schon die regionale spezialität , die “echte frankfurter grüne soße”, in die gehören dann auch tatsächlich mindestens die genannten 7 kräuter.

    und vielen dank für die sehr wertvollen und natürlich unbedingt einzuhaltenden grüne soße regeln, kräuter selber hacken und min. ein ei in die soße :-)
    joghurt in die soße zu tun ist erfrischend lecker, besser als mayo (!?). saure gurken habe ich persönlich noch nicht reingeschnippelt, müßte ich mal testen (auch die gurkensoße), müßten aber wirklich gute gewürzgurken sein, vermute ich mal.

    neben höchst kann ich in frankfurt auch den bauernmarkt an der konstablerwache empfehlen, auch sehr gute qualität. und einfrieren lohnt sich in der tat für alle, die nicht regelmäßig an die frische-quellen kommen ;-)
    in diesem sinnne wünsche ich euch allen einen schönen gründonnerstag mit leckerer grüner soße und einen ganz speziellen gruß an die liebe somlu im “griee sooss exil” …

    Kommentar: bembelkandidat – 09. April 2009

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