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Pogromnacht am 9. November 1938

ffm - Mauer Jüdischer Friedhof Die Mauer zum alten Jüdischen Friedhof in Frankfurt am Main mit den Namen von über 11.000 verfolgter, deportierter und ermordeter Frankfurter/innen jüdischen Glaubens, darunter z.B. auch ein Namensblock für Anne Frank. Der Pogrom jährt sich in diesem Jahr zum 70. Mal und noch immer sind (trotz einiger gesellschaftlicher Fortschritte) Antisemitismus und Rassismus weit verbreitet und nehmen wieder zu.


9. November 1938 - BRD-Sondermarke 1988

Siehe auch in der Blognachbarschaft bei Martina, “Die Nacht vom 9. auf den 10. November“, mit dem aktuellen Hinweis auf den infamen Progrom-Vergleich des Christian Wulff, CDU-Ministerpräsident, nachdem erst kürzlich der Herr Sinn einen ähnlichen Unsinn verzapfte und die “armen” Manager mit den verfolgten Juden gleichsetzte.

Ein Beitrag vom Sonntag, 09. November 2008, in der Kategorie foto, frankfurt, politik/gesellschaft.

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6 Kommentare

  1. Manchmal hat man das Gefühl, die Herren wissen gar nicht mehr, was bei diesem unheilvollen Pogrom bzw. beim Holocaust passiert ist.

    Kommentar: Sammelmappe – 09. November 2008

  2. oder aber sie wissen es sehr wohl und trotzdem oder gerade deswegen agieren und plappern sie so…

    Kommentar: bembelkandidat – 09. November 2008

  3. Ich hatte bei mir irgendwann um 2006 herum das Bild eines “Stolpersteins” abgebildet, der in Bonn (Thomas-Mann-Straße) zu finden ist. Versucht man(n) sich auch nur ansatzweise die Dramen von damals vorzustellen, dann kann ich nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich heute eine hochrangige Person höre, die die heutige Situation (Wulff, Sinn,..) mit der damaligen vergleicht!

    Im Zuge dieser grauenhaften Zeit möchte ich aber auch daran erinnern, dass es damals, im Dritten Reich, Widerstandsgruppen wie z.B. die Edelweißpiraten gab, die erst vor wenigen Jahren rehabilitiert wurden.

    Auch gab es wohl eine Anzahl unbekannter Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um jüdische MitbürgerInnen vor dem Zugriff der braunen Masse zu schützen.

    Wir sollten uns deshalb auch an diese Menschen erinnern und ihrer gedenken! Leider, auch wenn sie heute eine berechtigte Vorbildfunktion haben, verdrängt das Erinnern an die Geschwister Scholl die anderen Widerstandskämpfer.

    Kommentar: Martina – 10. November 2008

  4. [...] die Gegend zu laufen und nur das wahrzunehmen, was man mir präsentiert. Angestoßen durch einen Artikel vom Bembel fing ich an, mich zu fragen, was eigentlich “Neues” aus Burma oder Tibet gemeldet wird? Erinnert [...]

    Pingback: Aus dem medialen Fokus verschwunden - Kausch & Friends – 10. November 2008

  5. Liebe Martina, die von Dir angesprochene Empathie geht den von Dir angesprochenen Menschen offenbar völlig ab.
    Der Hinweis auf die, die jüdischen Mitmenschen halfen (dabei aber nicht immer gleich ihr Leben aufs Spiel setzten), zeigt ja, daß “man” “es” wußte und im Kleinen helfen konnte, ohne dafür gleich erschossen oder was auch immer zu werden. Doch das paßt natürlich nicht so gut zu der Version, “wir haben doch nichts gewußt und mitgemacht schon gar nicht”. Deswegen werden die vielen Unbekannten von jenen gern vergessen und schlecht angesehen, wie es auch einem Oskar Schindler im Nachkriegs-Deutschland erging.

    Kommentar: bembelkandidat – 11. November 2008

  6. bei aller wertschätzung für die geschwister scholl, nicht zu vergessen, dass der massivste und zahlenmässig grösste widerstand aus den reihen der gewerkschaften, spd, kpd und ihren organisationen kam. das wird heute gern vergessen, denn das ist zu links und kommunistisch!

    Kommentar: jopi – 11. November 2008

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