In seinen 5 Thesen zum Wahlkampf im Netz hat Markus auf netzpolitik.org in der fünften geschrieben, daß es “dominierende Plattformen” im Web geben wird und dabei an Facebook gedacht, “Facebook wird zentrale Social-Network Plattform für den Onlinewahlkampf”. Nach wie vor stellt sich – abgesehen von allem Facebook-Hype – die Frage, was ist denn nun so Besonderes und Nützliches daran, warum “muß” ich denn unbedingt einen Facebook-Account haben? Bis jetzt habe ich darauf (trotz Obama-Wahlkampf) noch keine brauchbare Antwort finden können. Für hilfreiche Antworten in den Kommentaren bin ich sehr dankbar!
Update:
16.02., gar nicht toll, was andernorts über Facebook zu lesen ist:
“Facebook: Üblere AGB als StudiVZ“, “… eine Blankovollmacht zur unbegrenzten Nutzung der Daten, selbst wenn man die Mitgliedschaft aufkündigt”.
17.02. tolle Begründung von Facebook, warum die Änderungen so sein müssen, die E-Mails sind daran schuld, wie z.B. bei Golem zu lesen, “Empörung über neue Facebook-AGB“.
Angesichts solcher AGBs verliert Facebook sehr viel einer möglichen “Meßlatte” im Web-Wahlkampf, da ich jede/n Politiker/in verstehen kann, der/die da nichts einstellen möchte.
18.02. FB rudert angesichts des großen Protestes offenbar zurück:
Mark Zuckerberg “Update on Terms“: “Based on this feedback, we have decided to return to our previous terms of use while we resolve the issues that people have raised.”
« in Erinnerung an :: 为了纪念 :: 海恩兹 – Herzlichen Glückwunsch »
Die Kommentarfunktion ist zur Zeit leider deaktiviert.
© bembelkandidat aus mainhatten since 2005 – Powered by WordPress
Ich habe seit einer Weile einen Facebook Account und mag es aus mehreren Gründen:
- Wiederfinden von Leuten, die ich länger nicht getroffen habe
- Netter informaller Austausch mit FreundInnen – obwohl sicherlich etwas oberflächlich, aber das gilt auch für Twitter
- Adressbuch
- vielleicht mal beruflich relevante Kontakte (aber nicht im Vordergrund)
Ich mache aber keinen Wahlkampf, sondern facebooke aus Vergnügen ;-)
Kommentar: Andrea Mayer-Edoloeyi – 14. Februar 2009
Danke Andrea, als Privatperson wären die Vorteile für Dich
- Freunde wiederfinden hmmmm, eine Möglichkeit, wenn die sich da auch tummeln sollten und die Accounts authentisch sind (man wird ja dann auch gefunden, vielleicht möchte man das ja gar nicht ;-)
- Austausch mit Online-Kontakten, gut, ist ja auch auf anderen Plattformen möglich
- Adressbuch, welchen Vorteil hat das für Dich (nutzt Du es als online-Adressbuch für alle deine Kontakte?)
- berufliche Kontakt, da wären doch die Business-Plattformen eher angesagt, aber O.K. so als “Nebenprodukt”, wenn ich Dich richtig verstehe
allerdings letztlich alles keine Vorteile, die Du nur bei Facebook findest, wenn ich das richtig einschätze?
Kommentar: bembelkandidat – 15. Februar 2009
Was ich meinte: Von allen gängigen Social Network-Plattformen wird am meisten über Facebook laufen. Im Gegensatz zu Konkurrenten wie StudiVZ, Wer kennt wen, Myspace etc. bietet die Plattform mehr Interaktionsmöglichkeiten. Und man kann davon ausgehen, dass ein Grossteil der jüngeren Partei-Funktionäre entweder schon auf Facebook ist oder in den kommenden Wochen und Monaten da auch aktiv sein wird. Insofern wird die Plattform in den Strategien eine grössere Rolle als die Konkurrenz einnehmen.
Das war der Grund, warum ich Facebook in dieser These genannt habe.
Kommentar: Markus – 15. Februar 2009
Danke Markus,
die größeren Interaktionsmöglichkeiten (die müßte ich mir alle mal zusammensuchen) wären ein nachvollziehbarer Vorteil. Daran würde sich dann natürlich die Frage der Nutzung dieser Möglichkeiten anschließen. So, wie es bei Dir auch anklingt, scheint es mir als Verteiler für Wahlkampfinfos in den eigenen Reihen hilfreich (was aber auch anders zu realisieren wäre) und ist aber zusätzlich durch die Nicht-Parteiplattform auch für Nicht-Parteimitglieder leichter zugänglich. Die SPD hat ja z.B. mit meinespd eine eigene Partei-Plattform geschaffen, die sicher weit weniger Außenstehende ansprechen dürfte, aber für die “eigenen Reihen” funktionieren könnte.
Letztlich dürfte dann den Facebook-Accounts der einfachen Funktionäre und Parteimitglieder als nachfolgender, “privater” Verteiler für Parteipropaganda (z.B. des Spitzenkandidat-Accounts) eine noch wesentlichere Funktion in der Breitenwirkung zukommen, als den “Spitzen-Accounts”.
Andererseits scheint mir die tatsächliche Nutzung von Facebook im Verhältnis zu der Masse der einfachen Internetnutzer (nicht disqualifizierend gemeint) in der BRD doch überschätzt zu werden. Wäre tatsächlich mal interessant, ob es durch die “Politiker”-Accounts einen “qualitativen” und quantitativen Run auf Facebook geben wird.
Kommentar: bembelkandidat – 15. Februar 2009
Facebook? wirklich ehrlich?
Habe meinen Facebook-Account gekündigt, war mir zu unübersichtlich und hat keinen Spaß gemacht! Braucht niemand!
Kommentar: h – 16. Februar 2009
Hallo h,
dann hast du (hoffentlich) rechtzeitig gekündigt, denn FB hat die AGBs geändert, mit der Folge, dass all hochgeladene Materialien in Besitz von FB bleiben – auch nach Kündigung des Accounts.
Mehr dazu hier: http://consumerist.com/5150175/facebooks-new-terms-of-service-we-can-do-anything-we-want-with-your-content-forever
Gruß,
Venden
Kommentar: Venden – 17. Februar 2009
Danke der Nachfrage Venden, habe ich erst nach der Änderung getan. Hoffentlich sind meine Daten trotzdem endgültig gelöscht! Das wäre ne Sauerei, wenn nicht und die trotzdem noch alles mögliche damit machen!!!
Kommentar: h – 17. Februar 2009
Ich habe mir kurzem einen Account dort zugelegt, aber den Nutzen noch nicht gefunden. Wenn ich ehrlich bin, dann fühle ich mich auch nicht sondern wohl damit.
Von WKW halte ich mich extrem fern, weil dort wirklich alle – absolut alle – Kolleginnen, Verwandte, Familie usw. sich tummeln. Da muss ich nicht auch noch zu finden sein.
Kommentar: Claudia – 18. Februar 2009
Danke Euch für Eure Kommentare und Hinweise, wie schnell sich AGBs ändern lassen und damit auch die eingestellten Inhalte neuen Bedingungen unterliegen, hatte seinerzeit ja schon YouTube vor dem Verkauf an Google gezeigt. Mittlerweile gehe ich immer vom Schlimmstmöglichen aus und überlege mir dann, was ich bei diversen Accounts überhaupt noch reinstelle…
Kommentar: bembelkandidat – 23. Februar 2009
Ich mag ja solche sozialen Netzwerke nicht so, weil die nur Sinn machen, wenn man seinen echten Namen benutzt, und das will ich eigentlich nicht.
Zum Thema Facebook habe ich auch was Lustiges aufgeschrieben:
http://tinyurl.com/clyhqf
Kommentar: Thomas – 25. Februar 2009
quz1rc72i1m3×1hf
为了纪念
Kommentar: Etta Shaffer – 01. Mai 2009