“Laut der Weltbank leben 1,4 Milliarden Menschen in extremer Armut, das heißt von weniger als 1,25 Dollar US-Dollar am Tag. Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat in diesem Jahr zusätzlich 90 Millionen Menschen in extreme Armut gestürzt. Außerdem ist die Zahl der Hungernden laut einer aktuellen Studie der FAO auf den trauriger Rekordwert von einer Milliarden Menschen gestiegen, somit leidet jeder sechste Mensch an Hunger.” www.un-kampagne.de
2001 wurden acht Ziele für das Jahr 2015 als Millennium-Entwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDGs) beschlossen, u.a. auch von der damaligen rot-grünen Bundesregierung unter Gerhard Schröder. Trotz einiger Fortschritte (weltweit betrachtet) ist das Zwischenergebnis ernüchternd und enttäuschend.
Denn z.B. schon unter der Großen Koalition war und der jetzigen schwatz-gelben Lobby-Regierung unter Angela Merkel ist Deutschland von seinen Verpflichtungen meilenweit entfernt. Eine Schande und Mißachtung des Ziels, weltweite soziale Minimal-Standards zu verwirklichen. Ähnlich erging es ja schon zuvor den hoch gesteckten Klimazielen.
Lieber werden Steuer-Milliarden über Nacht und im Nebel für Banken verpulvert, Lobby-Politik der Pharma- und AKW-Industrie als Regierungspolitik verkauft und selbst im eigenen Land weiter Kahlschlag bei den eh schon sozial Schwachen und den Hartz-IV-Opfern betrieben, trauriger Alltag in der Lobbykratie.
Besonders beschämend ist, daß immer mehr Kinder hierzulande und weltweit zu den Opfern dieser Politik der “Großen” gehören: “Tick, tack, tot. Tick, tack, tot. Tick, tack, tot: Alle drei Sekunden stirbt noch immer ein Kind …”
Zur Erinnerung, hier nochmals die Millenniumziele:
Eine Absichtserklärung alleine reicht eben nicht:
“Bereits 1970 verabschiedete die UNO die Resolution zur Entwicklungsfinanzierung. Darin setzten sich die reichen Länder das Ziel, mindestens 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsproduktes für Entwicklungshilfe zu verwenden.
Tatsächlich haben dies bisher nur Schweden, Belgien, Irland, Finnland, Norwegen, die Niederlande, Dänemark, Großbritannien, Spanien und Luxemburg getan. Deutschland liegt 2010 bei gerade einmal 0,40 Prozent, beschämend für die stärkste Wirtschaftsmacht Europas.” www.un-kampagne.de
“Es ist genug für alle da!” – Kindermord, nicht nur zu Weihnachten
“Die Weltlandwirtschaft könnte problemlos 12 Milliarden Menschen ernähren. Das heißt, ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet.”
Jean Ziegler, UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und Autor des Buches ‘Das Imperium der Schande’
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