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24. Dezember: Heiligabend – Frohe Weihnachten – Frohes Fest

Merry Christmas – Frohe Weihnachten (oder Julzeit) – 圣诞快乐
Frohe-Weihnachten Merry-Christmas

Euch allen wünsche ich eine schöne, frohe und besinnliche Weihnachts- oder Festzeit, den Guten nur Gutes, den phösen Phupen die Rute, den Kranken vor allem Gesundheit und den Trauernden ein wenig Trost und der Menschheit natürlich den Weltfrieden!

Trotz frühlingshafter Temperaturen von über +10°C, mal wieder keine “weiße Weihnacht” (auch der Chinagarten ist grün-braun), wer in Frankfurt einer schönen Tradition lauschen möchte, dem/der sei wie zum 1. Advent auch heute um 17 Uhr Das Große Frankfurter Stadtgeläut empfohlen, bei einem Spaziergang durch die Innenstadt. Das Geläut fällt in diesem Jahr noch immer ein wenig leiser aus, denn die Wahrheitsglocke im Turm der Katharinenkirche und die vier Glöckchen des Karmeliterklosters werden schweigen.

Im politisch-lyrischen Adventskalender öffnet sich das 24. Türchen:
24.12.1945: Friedensweihnacht
24.12.1914: Weihnachtsfrieden

Der Weihnachtsfrieden (engl. Christmas Truce, dt.: Weihnachtswaffenstillstand bzw. Weihnachtswaffenruhe) war ein von der Befehlsebene nicht autorisierter Waffenstillstand während des Ersten Weltkrieges am 24. Dezember 1914 und an den folgenden Tagen. Er fand an weiten Teilen der West- (vor allem zwischen Deutschen und Briten) aber auch der Ostfront statt.

Weihnachten

So steh ich nun vor deutschen Trümmern
und sing mir still mein Weihnachtslied.
Ich brauch mich nicht mehr drum zu kümmern,
was weit in aller Welt geschieht.
Die ist den andern. Uns die Klage.
Ich summe leis, ich merk es kaum,
die Weise meiner Jugendtage:
O Tannebaum!

Wenn ich so der Knecht Ruprecht wäre
und käm in dies Brimborium
– bei Deutschen fruchtet keine Lehre –
weiß Gott! ich kehrte wieder um.
Das letzte Brotkorn geht zur Neige.
Die Gasse grölt. Sie schlagen Schaum.
Ich hing sie gern in deine Zweige,
O Tannebaum!

Ich starre in die Knisterkerzen:
Wer ist an all dem Jammer schuld?
Wer warf uns so in Blut und Schmerzen?
Uns Deutsche mit der Lammsgeduld?
Die leiden nicht. Die warten bieder.
Ich träume meinen alten Traum:
Schlag, Volk, den Kastendünkel nieder!
Glaub diesen Burschen nie, nie wieder!
Dann sing du frei die Weihnachtslieder:
O Tannebaum! O Tannebaum!

Kurt Tucholsky alias Kaspar Hauser 1918 (Weltbühne)
* 9. Januar 1890 in Berlin, † 21. Dezember 1935 in Göteborg


Willkommen im politischen, lyrischen Adventskalender, einer kleinen Tradition im Bembel-BK-Blog zur Adventszeit. In diesem Jahr lassen sich die einzelnen “Türchen” unter folgendem Link gesammelt anschauen:
bembel-adventskalender-12

Montag, 24. Dezember 2012, in der Kategorie lyrik/dichtung, politik/gesellschaft. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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