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Aschermittwoch: Nun ist der Narrheit ein Ende

Schön wär’s, wenn ich mir die Narreteien um die sog. EURO-Krise, die eigentliche eine Krise des Systems, d.h. des [Achtung! Böses Wort!], Finanz-Kapitalismus ist, anschaue, dann sind die “Narreteien” leider noch nicht am Ende:

“Nun ist der Narrheit ein Ende. Die unzähligen Lichter gestern abend waren noch ein toller Spektakel. Das Karnaval in Rom muß man gesehen haben, um den Wunsch völlig loszuwerden, es je wieder zu sehen. Zu schreiben ist davon gar nichts, bei einer mündlichen Darstellung möchte es allenfalls unterhaltend sein. Was man dabei unangenehm empfindet, daß die innere Fröhlichkeit den Menschen fehlt und es ihnen an Gelde mangelt, das bißchen Lust, was sie noch haben mögen, auszulassen. Die Großen sind ökonomisch und halten zurück, der Mittelmann unvermögend, das Volk lahm. An den letzten Tagen war ein unglaublicher Lärm, aber keine Herzensfreude. Der Himmel, so unendlich rein und schön, blickte so edel und unschuldig auf diese Possen.”
(schrieb am 20. Februar 1787 Johann Wolfgang von Goethe)

Mittwoch, 22. Februar 2012, in der Kategorie gebabbel, politik/gesellschaft. Du hast die Möglichkeit einen Kommentar zu hinterlassen, oder einen Trackback von deinem Weblog zu senden.

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