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Das Unwort des Jahres 2012 macht ein Un-Wort erst richtig bekannt

Mittwoch, 16. Januar 2013 von bembelkandidat

Zum Unwort des Jahres 2012 wurde “Opfer-Abo” von einer sprachkritischen Jury der TU Dramstadt erkoren. Ehrlich gesagt konnte ich damit überhaupt nichts anfangen, das “Opferabo” war mir gänzlich unbekannt. Nach wüsten Spekulationen gab erst die Pressmitteilung (PDF) der Jury Auskunft, und ich lag mit all’ meinen Vermutungen völlig daneben:

Unwort des Jahres 2012: Opfer-Abo
Begründung: Im Herbst 2012 sprach Jörg Kachelmann in mehreren Interviews (z.B. im Spiegel vom 8.10.2012) davon, dass Frauen in unserer Gesellschaft ein „Opfer-Abo“ hätten. Mit ihm könnten sie ihre Interessen in Form von Falschbeschuldigungen – unter anderem der Vergewaltigung – gegenüber Männern durchsetzen. Das Wort „Opfer-Abo“ stellt in diesem Zusammenhang Frauen pauschal und in inakzeptabler Weise unter den Verdacht, sexuelle Gewalt zu erfinden und somit selbst Täterinnen zu sein.
Das hält die Jury angesichts des dramatischen Tatbestands, dass nur 5-8 % der von sexueller Gewalt betroffenen Frauen tatsächlich die Polizei einschalten und dass es dabei nur bei 3-4 % der Fällen zu einer Anzeige und einem Gerichts-verfahren kommt, für sachlich grob unangemessen. Das Wort verstößt damit nicht zuletzt auch gegen die Menschenwürde der tatsächlichen Opfer.
Die Jury urteilt damit in keiner Weise darüber, ob und inwiefern Einzelpersonen von Verleumdungen betroffen sein können und somit auch nicht über den Fall Kachelmann. Sie kritisiert vielmehr einen Wortgebrauch, der gängige Vorurteile in Bezug auf eine Vortäuschung von Vergewaltigungen oder eine Mitschuld der Frauen bestätigt. Ausdrücke dieser Art drohen letztlich den zivilgesellschaftlichen und juristischen Umgang mit sexueller Gewalt in bedenklicher Weise zu beeinflussen.

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Das Große Frankfurter Stadtgeläut am Samstag vor Advent

Samstag, 01. Dezember 2012 von bembelkandidat

Auch hier im Blog traditionell das Große Frankfurter Geläute zum morgigen 1. Advent:

Das Grosse Frankfurter Stadtgelaeute from Bembel ::BK:: on Vimeo.
Beim “Großen Frankfurter Stadtgeläut” werden an ausgewählten Tagen im Jahr alle 50 Glocken der zehn Kirchen in der Innenstadt von Frankfurt am Main geläutet, die seit der Säkularisation 1803 Eigentum der Stadt sind.

Am heutigen Samstag vor dem 1. Advent ist das Stadtgeläute von 16.30 Uhr bis 17.00 Uhr in der Innenstadt zu hören.

Parade der Kulturen in Frankfurt: Respekt! Jetzt erst recht – Demonstration gegen Rassismus und Ausgrenzung

Samstag, 23. Juni 2012 von bembelkandidat

ffm - Parade der Kulturen 2012 (01) Am Samstag, 23. Juni, beginnt um 12 Uhr am Untermainkai die “Parade der Kulturen 2012″ unter dem Motto “”Respekt! Jetzt erst recht – Demonstration gegen Rassismus und Ausgrenzung” geht die Demo für kulturelle Vielfalt und gegen Fremdenfeindlichkeit um ca. 12.30 Uhr an der Hauptwache vorbei und endet schließlich gegen 14.30 Uhr am Römerberg mit einer Kundgebung und musikalischen Beiträgen.

Am Mainufer befindet sich der vielfältige “Markt der Kulturen”, die Mainbühne und für die Jüngeren ein “Kinder- und Jugendprogramm”, es gibt dort im Anschluß an die Demo dann also nicht nur verschiedene internationale Leckereien und Getränke.

Ausführliche Infos unter: www.parade-der-kulturen.de

Alexander Kluge :: Glückwunsch und Danke!

Dienstag, 14. Februar 2012 von bembelkandidat

Alexander Kluge Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Alexander Kluge! Danke an einen Autoren der Vernunft und dialektischen Reflexion für kongeniale Filme, Literatur, TV-Sendungen … und der Wunsch, daß die Gesundheit diesen wachen, kritischen und gefühlvollen Geist noch möglichst lange gewähren läßt. Pünktlich zum runden Geburtstag erscheint Alexander Kluges “Das fünfte Buch. Neue Lebensläufe”:

“Sagen wir mal so: Wir sollten nicht zu sehr nur an die Gegenwart glauben oder auf sie starren, denn sie ist ein Kunstprodukt. In Wirklichkeit leben wir in einem Fluss, der von der Vergangenheit in die Zukunft zieht. Und der hat neben sich noch ganz viele andere Flüsse, zum Beispiel den Konjunktiv, die Möglichkeitsform. Sehr vieles ist möglich, was das Leben anders machen könnte in jedem Moment. Als Schriftsteller sage ich ja nicht Soll-Vorschriften auf, sondern ich sage: Ein Mensch lebt reicher, nimmt reicher wahr, wenn er diese vielen grammatischen Formen, dass wir in verschiedenen Zeiten und auch verschiedenen Möglichkeiten leben, wahrnimmt.”
Deutschlandradio Kultur 23.01.2012

Direkt und indirekt hat Alexander Kluge auch in diesem Blog seine Spuren hinterlassen und tut es natürlich auch weiterhin, z.B.
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Advents-Samstag: Das Große Frankfurter Stadtgeläut

Samstag, 26. November 2011 von bembelkandidat

Traditionell läutet das Großes Geläute in frankfurt nicht nur in der Stadt sondern auch hier im Bembel-Blog, zum morgigen 1. Advent:

Das Grosse Frankfurter Stadtgelaeute from Bembel ::BK:: on Vimeo.
Beim “Großen Frankfurter Stadtgeläut” werden an ausgewählten Tagen im Jahr alle 50 Glocken der zehn Kirchen in der Innenstadt von Frankfurt am Main geläutet, die seit der Säkularisation 1803 Eigentum der Stadt sind.

Nach dem Geläut (oder auch schon vorher) mal beim Occupy Frankfurt Camp mit seinen ca. 100 Zelten vor der EZB vorbeischauen, da gibt’s am Samstag ein reichhaltiges, musikalisches Kulturprogramm.

So läßt sich dann auch der “Buy Nothing Day” verbringen, der vom Camp unterstützt wird. Wobei ich allerdings zumindest meinen üblichen Wochenendeinkauf an Lebensmitteln auch diesem Samstag einholen werde.

Totensonntag: Hirten begruben die Sonne im kahlen Wald

Sonntag, 20. November 2011 von bembelkandidat

Totensonntag - EwigkeitssonntagRuh und Schweigen

Hirten begruben die Sonne im kahlen Wald.
Ein Fischer zog
In härenem Netz den Mond aus frierendem Weiher.

In blauem Kristall
Wohnt der bleiche Mensch, die Wang’ an seine Sterne gelehnt; Oder er neigt das Haupt in purpurnem Schlaf.

Doch immer rührt der schwarze Flug der Vögel
Den Schauenden, das Heilige blauer Blumen,
Denkt die nahe Stille Vergessenes, erloschene Engel.

Wieder nachtet die Stirne in mondenem Gestein;
Ein strahlenderJüngling
Erscheint die Schwester in Herbst und schwarzer Verwesung.

Georg Trakl
(* 3. Februar 1887 in Salzburg; † 3. November 1914 in Krakau, Galizien)

Totensonntag - Urnengrab

Der Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in den evangelischen Kirchen ein Gedenktag für die Verstorbenen.
Es ist der letzte Sonntag vor dem ersten Adventssonntag und somit auch gleichzeitig der letzte Sonntag des Kirchenjahres.

Das Wetter in Frankfurt war heute entsprechend trüb und diesig.

Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn! – Goethe

Sonntag, 28. August 2011 von bembelkandidat

Goethe Denkmal “Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.
Was hilft es, viel von Stimmung reden?
Dem Zaudernden erscheint sie nie.
Gebt ihr euch einmal für Poeten,
So kommandiert die Poesie.

Euch ist bekannt, was wir bedürfen,
Wir wollen stark Getränke schlürfen;
Nun braut mir unverzüglich dran!

Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan,
Und keinen Tag soll man verpassen,
Das Mögliche soll der Entschluß
Beherzt sogleich beim Schopfe fassen,
Er will es dann nicht fahren lassen
Und wirket weiter, weil er muß.”
Goethe, Faust ‘Vorspiel auf dem Theater’

Johann Wolfgang von Goethe
* 28. August 1749 in Frankfurt am Main

Jorge Semprún ist tot

Mittwoch, 08. Juni 2011 von bembelkandidat

65. Jahrestag Selbstbefreiung KZ Buchenwald - 03 Der 8. Juni beginnt regnerisch und kühl … Jorge Semprún ist tot, gestorben am 7. Juni 2011 in Paris.

“Ich bin weder Schriftsteller noch Politiker. Ich bin nur ein Überlebender von Buchenwald.”

Das Franco-Regime und den Nazi-Terror hat er als Widerstandskämpfer in den Reihen der Résistance und später als Häftling im KZ Buchenwald überlebt. Zum 65. Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald 2010 hielt Jorge Semprún auf dem Ettersberg während der Gedenkveranstaltung noch eine Rede, es war die bewegendste und beeindruckendste der Gedenkfeier.

42! Handtuch dabei? Towel Day!

Mittwoch, 25. Mai 2011 von bembelkandidat

25. Mai ist wieder www.towelday.org

und wer noch immer nix damit anfangen kann,
sollte sofort “Per Anhalter durch die Galaxis
(The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy) von Douglas Adams lesen!

Weihnachtslieder & Notenblätter: GEMA-frei und kostenlos

Donnerstag, 02. Dezember 2010 von bembelkandidat

Nach der Aufregung über die GEMA, die bundesweit bei Kindergärten Lizenzgebühren z.B. zum Martinssingen für Kopien von aktuellen Liedern angemahnt hatte, war die Empörung in den Medien und die Verunsicherung in Kitas, Kindergärten & Co. groß. Die Musikpiraten haben daher vor ca. zwei Wochen via musik.klarmachen-zum-aendern.de einen Aufruf gestartet, “Creative Commons-lizenzierte Notenblätter für Advents- und Weihnachtslieder” zu erstellen und zu einem Liederbuch zusammenzufassen Nun ist das Ergebnis da, es kann sich wirklich sehen lassen, ein weihnachtliches CC-Liederbuch mit (momentan) 30 Liedern steht zum kostenfreien Download zur Verfügung:
Creative Commons-lizenzierte Notenblätter für Advents- und Weihnachtslieder
Das Lieder- und Notenbuch ist in vier Versionen verfügbar:

Folgende Lieder sind darin enthalten: (weiterlesen …)

Frankfurt: Buchmesse verabschiedet Gastland Argentinien und begrüßt Island

Montag, 11. Oktober 2010 von bembelkandidat

ffm Buchmesse 2010 - 02 Die Buchmesse ging am Sonntag in Frankfurt zu Ende und der Himmel über der Stadt und der Messe hat sie und das Gastland Argentinien mit einem herrlichen Sonnenuntergang verabschiedet, der gleichzeitig Island begrüßte, das Gastland im Jahr 2011.

Peter Weidhaas (25 Jahre Direktor der Buchmesse) soll gesagt haben, dies sei seit Jahren die literarischste Buchmesse gewesen, und wenn ich so zurückdenke, dann kann ich dem zustimmen. Wobei die gedruckten Bücher eindeutig dominant und allerorten haptisch präsent waren, die gehyptem E-Books und E-Bookreader waren dann doch eher selten anzutreffen, viel auffälliger waren an den Besuchertagen die massenhaften Cosplay-DarstellerInnen.
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Frankfurter Buchmesse – Gastland Argentinien

Mittwoch, 06. Oktober 2010 von bembelkandidat

ffm Buchmesse 2010 - 01 Nach der offiziellen Eröffnung der Frankfurter Buchmesse am gestrigen Abend, dürfen heute die Fachbesucher_innen das Messegelände entern, für alle anderen Besucher_innen öffnen sich die Pforten am Wochenende.
Argentinien ist nach China im letzten Jahr das diesjährige Gastland der Buchmesse und präsentiert sich mit einem luftig-labyrinthischen Pavillion, der recht ansprechend gestaltet ist und auch die jüngere Unrechtsgeschichte der Militärdiktatur nicht unter den Teppich kehrt. Mit über 200 Übersetzungen aus dem Argentinischen ins Deutsche zur Messe wird zudem ein neuer Übersetzungs-Rekord aufgestellt.
Ein anderer Schwerpunkt dieser Messe sind E-Books und digital publizierte Texte, kaum ein offizieller Redner, der sich nicht darauf bezieht …

Erinnerung an F. K. Waechter

Freitag, 17. September 2010 von bembelkandidat

Dieses WordPress-Plugin “A Year Before” in der Seitenleiste gefällt mir eigentlich immer besser ;-) Da ich es allerdings viel spannender finde, zu lesen, was ich so vor fünf Jahren gepostet habe, ist das Plugin eben nicht auf ein Jahr zurückblickend eingestellt, sondern auf fünf. So kommt es, daß ich heute an den Tod von F. K. Waechter erinnert werde, einer der vielseitig Begabten (Zeichner, Karikaturist, Cartoonist, Kinderbuch-Autor …) der “Neuen Frankfurter Schule” (Pardon, Titanic …), der in der Nacht des 16. September 2005 starb. Das wiederum macht mich dann doch etwas betrübt …

Mauerfall? Die Mauer muß bleiben!

Donnerstag, 09. September 2010 von bembelkandidat

ffm :: Goethe-Denkmal eingemauert Während im Oktober 20 Jahre sog. “deutsche Einheit” nach dem Mauerfall gefeiert wird, ist in Frankfurt eine neue Mauer erbaut worden, und die stößt angeblich auf viel Zustimmung: “Die Mauer soll bleiben”, so wollen es viele FrankfurterInnen, glaubt man Kulturdezernent Felix Semmelroth, der mitgeteilt hat, daß Jean Luc Cornecs temporäres Kunstwerk, eine Ziegel-Mauer-Installation auf dem Goetheplatz um das Goethe-Denkmal herum, “auf vielfachen Wunsch bis 1. November verlängert wird”.
(siehe www.frankfurt.de)

Dabei ist laut Google-Chef Eric Schmidt die Mauer schuld daran, daß den Deutschen der Schutz ihrer Privatsphäre so wichtig sei und sie deshalb so gegen Googles Street View aufbegehren. Hmmm, dient diese Mauer nun dem Schutz der Privatsphäre Goethes … ??? Oder handelt es sich gar um eine verdeckte Aktion der PARTEI, die die Mauer wieder aufbauen will, Stein auf Stein???

Mario Adorf zum 80. – will endlich Karl Marx spielen

Mittwoch, 08. September 2010 von bembelkandidat

ffm buchmesse - mario adorf Eigentlich wollte Mario Adorf, der heute seinen 80. Geburtstag feiert (Glückwunsch), schon 2006/2007 als Karl Marx vor der Kamera stehen, in einem Film über die letzen Jahre Marx’ in London mit Rückblicken auf sein Leben (siehe BK-Blogeintrag von 2005!). Doch warum auch immer, bis heute konnte er seinen Traum nicht verwirklichen, leider:

Mario Adorf kämpft seit fünf Jahren darum, in einem Film Karl Marx spielen zu dürfen. “Das ist wirklich ein trauriges Kapitel”, sagte der Schauspieler, der am kommenden Mittwoch 80 Jahre alt wird, dem deutschen Nachrichtenmagazin “Focus”. “So viel Zeit habe ich nicht mehr.” (diepresse.com 06.09.2010)

Mittlerweile will er auch Geld investieren, damit der Karl-Marx-Film realisiert werden und er endlich seine Herzensrolle spielen kann:

“Für meine Herzensrolle Karl Marx werde ich es jetzt tun. Bei der Realisierung engagiere ich mich persönlich, weil ich glaube, dass seine Persönlichkeit neues Interesse wachrufen sollte und dies auch tun wird. Gerade in der Krise des Kapitalismus gibt es ein Bedürfnis, zu verstehen, wer der Mann war. Welche Alternative existiert zu diesem System? Was lief bei den Revolutionen falsch? Lag das an ihm? Was war das überhaupt für ein Mensch? Diese Fragen interessieren mich schauspielerisch enorm.” (FR-Interview 05.09.2010)

Homepage von Mario Adorf: www.marioadorf.com

_ Blick über den Bembelrandcategory arachne Spinnen & das sonderbare Dasein der Humanoiden ...


by tb
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