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9. Dezember: politisch-lyrischer Adventskalender

Montag, 09. Dezember 2013 von bembelkandidat

9.12.1948: Völkermord strafbar
Am 9. Dezember 1948 ächtete die UN-Vollversammlung auf einem Treffen in Paris den Völkermord als ein strafbares Delikt. Ausschlaggebend waren die nationalsozialistischen Verbrechen einige Jahre zuvor. In einer Konvention zur Verhütung und Bestrafung von Gruppenmord wurden die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen aufgefordert, Völkermord zu verfolgen und zu bestrafen.
[Video-Link: Nazi Murder Mills]

Hund und Katze
Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
Wohnhaft an demselben Platze,
Haßten sich aus Herzensgrund.
… >> weiterlesen siehe unten >> …

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Alexander Kluge :: Glückwunsch und Danke!

Dienstag, 14. Februar 2012 von bembelkandidat

Alexander Kluge Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag, Alexander Kluge! Danke an einen Autoren der Vernunft und dialektischen Reflexion für kongeniale Filme, Literatur, TV-Sendungen … und der Wunsch, daß die Gesundheit diesen wachen, kritischen und gefühlvollen Geist noch möglichst lange gewähren läßt. Pünktlich zum runden Geburtstag erscheint Alexander Kluges “Das fünfte Buch. Neue Lebensläufe”:

“Sagen wir mal so: Wir sollten nicht zu sehr nur an die Gegenwart glauben oder auf sie starren, denn sie ist ein Kunstprodukt. In Wirklichkeit leben wir in einem Fluss, der von der Vergangenheit in die Zukunft zieht. Und der hat neben sich noch ganz viele andere Flüsse, zum Beispiel den Konjunktiv, die Möglichkeitsform. Sehr vieles ist möglich, was das Leben anders machen könnte in jedem Moment. Als Schriftsteller sage ich ja nicht Soll-Vorschriften auf, sondern ich sage: Ein Mensch lebt reicher, nimmt reicher wahr, wenn er diese vielen grammatischen Formen, dass wir in verschiedenen Zeiten und auch verschiedenen Möglichkeiten leben, wahrnimmt.”
Deutschlandradio Kultur 23.01.2012

Direkt und indirekt hat Alexander Kluge auch in diesem Blog seine Spuren hinterlassen und tut es natürlich auch weiterhin, z.B.
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Der Worte sind genug gewechselt, Laßt mich auch endlich Taten sehn! – Goethe

Sonntag, 28. August 2011 von bembelkandidat

Goethe Denkmal “Der Worte sind genug gewechselt,
Laßt mich auch endlich Taten sehn!
Indes ihr Komplimente drechselt,
Kann etwas Nützliches geschehn.
Was hilft es, viel von Stimmung reden?
Dem Zaudernden erscheint sie nie.
Gebt ihr euch einmal für Poeten,
So kommandiert die Poesie.

Euch ist bekannt, was wir bedürfen,
Wir wollen stark Getränke schlürfen;
Nun braut mir unverzüglich dran!

Was heute nicht geschieht, ist morgen nicht getan,
Und keinen Tag soll man verpassen,
Das Mögliche soll der Entschluß
Beherzt sogleich beim Schopfe fassen,
Er will es dann nicht fahren lassen
Und wirket weiter, weil er muß.”
Goethe, Faust ‘Vorspiel auf dem Theater’

Johann Wolfgang von Goethe
* 28. August 1749 in Frankfurt am Main

42! Handtuch dabei? Towel Day!

Mittwoch, 25. Mai 2011 von bembelkandidat

25. Mai ist wieder www.towelday.org

und wer noch immer nix damit anfangen kann,
sollte sofort “Per Anhalter durch die Galaxis
(The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy) von Douglas Adams lesen!

Smartmob oder Flashmob gegen das Tanzverbot

Freitag, 22. April 2011 von bembelkandidat

Karfreitag, Sonne, Sonnenschein und angenehme Temperaturen um die 30°C in Frankfurt, eigentlich schon wieder fast zu warm zum Tanzen, doch das ist Ostern in Hessen eh’ verboten, ein paar Stündchen ausgenommen, von Gründonnerstag bis Ostermontag, siehe: “Tanzverbot zu Ostern: tanzt Jesus am Kreuz oder etwa der Osterhase? In Frankfurt jedenfalls niemand!
Tanzverbot Flashmob Frankfurt 02 Tanzverbot Flashmob Frankfurt 04
Dagegen hat sich via Facebook Protest organisiert, ein “still tanzender” Flashmob auf dem Römerberg sollte es werden, vor dem Rathaus. War es nun besonders sinnreich, diesen Flashmob gegen das Tanzverbot ausgerechnet an Karfreitag durchzuziehen und dann auch noch parallel zu einer christlichen Prozession, die dadurch mehr als “irritiert” wurde? Ich hoffe, daß dies ein ungewollter Zufall war und wie schon mal gesagt, der tanzende Flashmob hätte in meinen Augen besser zu Ostersonntag gepaßt, denn da hätten die Christen locker mittanzen können.
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Wäre Martin Luther heute bekannter Blogger seiner 95 Thesen?

Sonntag, 31. Oktober 2010 von bembelkandidat

Wäre Martin Luther, “der mit dem Buchdruck das damals modernste Medium nutzte”, heute ein bekannter Blogger? Das zumindest postuliert frankfurtevangelisch.de und weist damit unter dem Titel “Die Reformation geht weiter” auf ein Webprojekt im sog. Web 2.0 zur Reformationsdekade (2017 sind’s 500 Jahre Reformation) hin:
www.Neu-machen.de

Nun denn, der Besuch der Seite ist ernüchternd, denn das nun erwartete Blog von Martin Luther gibt’s da nicht, lediglich eine klassische Web 1.0-Homepage, das Web 2.0 beschränkt sich dort dann auf Twitter- und Facebook-Links, insgesamt also ziemlich *hüstel* dürftig.

Ob wohl der Luther getwittert oder gedentet hätte? Hat er gar Twitter und Co. vorwegenommen, seine Thesen kommen ja teilweise schon in die Nähe der berüchtigten 140 Zeichen?! Doch kommen wir zurück zum Klassiker des sog. Web 2.0, dem Blog, damit [nicht nur] am Reformationstag der Martin Luther doch noch sein Blogposting bekommt, hier mal alle 95 Thesen und ja klar, Luther würde heute bloggen … (weiterlesen …)

Mario Adorf zum 80. – will endlich Karl Marx spielen

Mittwoch, 08. September 2010 von bembelkandidat

ffm buchmesse - mario adorf Eigentlich wollte Mario Adorf, der heute seinen 80. Geburtstag feiert (Glückwunsch), schon 2006/2007 als Karl Marx vor der Kamera stehen, in einem Film über die letzen Jahre Marx’ in London mit Rückblicken auf sein Leben (siehe BK-Blogeintrag von 2005!). Doch warum auch immer, bis heute konnte er seinen Traum nicht verwirklichen, leider:

Mario Adorf kämpft seit fünf Jahren darum, in einem Film Karl Marx spielen zu dürfen. “Das ist wirklich ein trauriges Kapitel”, sagte der Schauspieler, der am kommenden Mittwoch 80 Jahre alt wird, dem deutschen Nachrichtenmagazin “Focus”. “So viel Zeit habe ich nicht mehr.” (diepresse.com 06.09.2010)

Mittlerweile will er auch Geld investieren, damit der Karl-Marx-Film realisiert werden und er endlich seine Herzensrolle spielen kann:

“Für meine Herzensrolle Karl Marx werde ich es jetzt tun. Bei der Realisierung engagiere ich mich persönlich, weil ich glaube, dass seine Persönlichkeit neues Interesse wachrufen sollte und dies auch tun wird. Gerade in der Krise des Kapitalismus gibt es ein Bedürfnis, zu verstehen, wer der Mann war. Welche Alternative existiert zu diesem System? Was lief bei den Revolutionen falsch? Lag das an ihm? Was war das überhaupt für ein Mensch? Diese Fragen interessieren mich schauspielerisch enorm.” (FR-Interview 05.09.2010)

Homepage von Mario Adorf: www.marioadorf.com

Christoph Schlingensief :: trinket Euer eigenes Blut … bleibt autonom

Mittwoch, 25. August 2010 von bembelkandidat

“Eine Kirche der Angst vor dem Fremden in mir” Fluxus-Oratorium von Christoph Schlingensief (www.kirche-der-angst.de). Krankenakte & Requiem, Huldigung an Joseph Beuys und die Künstler des Fluxus, wirklich hammerhart, reißt einen mit und bewegt …

“Nehmet und trinket Euer eigenes Blut, vor und nach der Diagnose! Bleibt autonom, bleibt bei Euch, laßt Euch nichts erzählen, sondern glaubt an eine Zukunft, die ihr bestimmen werdet und niemand anderer … FLUXUS!!!”

Auf YouTube gibt es das Oratorium auch zu sehen, leider in die üblichen 10-Minuten-Happen zerstückelt, hier der Link zum Teil 8:

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Kein Nachruf – Christoph Schlingensief

Montag, 23. August 2010 von bembelkandidat

FR :: zum Tod von Christoph Schlingensief Das Feuilleton überschlägt sich geradezu an Nachrufen und Berichten (die Frankfurter Rundschau widmet Schlingensief die Titelseite und fast das komplette Feuilleton), auch Blogger_innen und andere beteiligen sich an der Nachruf-Verwertung.
Damit kein Mißverständnis aufkommt, aufgrund seiner Arbeit und Werke hat er es mehr als verdient, als Mensch sowieso, doch nicht selten verkommt die Berichterstattung zu einer Selbstdarstellung eigener “Wichtigkeit” (als Kenner, Bekannter oder gar Freund von Christoph Schlingensief). Unverfänglicher ist da das Wiederholen von Originalaufzeichnungen, Dokus und Interviews.

Empfehlen möchte ich das persönliche Blog von Christoph Schlingensief, das Schlingenblog unter http://schlingenblog.posterous.com, das ich immer mit viel Neugierde und Freude gelesen habe, sehr schade, daß jetzt nichts Neues mehr von ihm persönlich dazu kommten wird…

Noch ein paar Dents und Tweets zu Christoph Schlingensief aus meiner Timeline: (weiterlesen …)

Christoph Schlingensief ist tot …

Samstag, 21. August 2010 von bembelkandidat

Zuerst wollte ich es nicht glauben, dachte an eine Falschmeldung, doch der Blick auf die offizielle Homepage von Christoph Schlingensief www.schlingensief.com brachte traurige Gewißheit, Christoph Schlingensief ist gestorben … er, der noch gar nicht gehen wollte und so große Angst davor hatte, … was für ein Schock, was für ein Verlust …

42 – heute das Handtuch nicht vergessen

Dienstag, 25. Mai 2010 von bembelkandidat

denn es ist Towel Day www.towelday.org

und wer damit nix anfangen kann, sollte sofort “Per Anhalter durch die Galaxis” (The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy) von Douglas Adams lesen!

Heute Abend beginnt die Apokalypse

Mittwoch, 03. Dezember 2008 von bembelkandidat

ab 21.00 Uhr, αποκάλυψις, (weiterlesen …)

Gespräche zwischen Heiner Müller und Alexander Kluge

Samstag, 22. November 2008 von bembelkandidat

Immer wieder gibt es auch für den Intenet-Junkie Momente, die dem eines Schatzsuchers gleichen müssen, wenn er auf Diamanten und Gold stößt. Eine dieser Perlen im Netz, auf die ich gestoßen bin, ist die Sammlung von Gesprächen (Interviews/Diskussionen) zwischen Heiner Müller und Alexander Kluge, zwischen Juni 1988 und November 1995 geführt, von denen 23 als Video und Transkript zu sehen bzw. nachzulesen sind! (weiterlesen …)

Nachrichten aus der ideologischen Antike. Marx – Eisenstein – Das Kapital

Dienstag, 18. November 2008 von bembelkandidat

planetensystem marx Ein Film, ein Kommentar-Film über das Marxsche Kapital ist das neueste Film-Projekt von Alexander Kluge, das nun als 9-stündige DVD-Version erscheint (3 DVDs), ganz im Sinne von Eisenstein mit einer “kugelförmigen Dramaturgie”. Kluge entwickelte keinen lineareren Plot, sondern (das erinnert fast schon ans Bloggen ;-) einen Kommentar, ähnlich einem Planetensystem, in dem die schwerkraftbehafteten Körper umeinander Kreisen, so soll ein Zusammenhang hergestellt werden. Eisenstein hatte nach Bildern im Kapital gesucht. Kluge hat diese ebenso bei Marx und auch Eisenstein gesucht und ist dabei nur auf zwei Bilder gestoßen, die allerdings für neun Stunden Film ausreichten. Das ist einmal der sogenannte Warenfetisch und das zweite ist ein “eigenartiges” und stammt von einem Vorgänger von Marx, von Adam Smith (“…kein Hund tauscht Knochen mit einem anderen”), die Tauschgesellschaft. (Kluge im Interview mit Deutschlandradio Kultur)
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hannah arendt – denktagebuch

Dienstag, 06. Dezember 2005 von bembelkandidat

30 jahre nach dem tod der “meisterdenkerin hannah arendt”, einer “philosophin im raum der einsamkeit”, sind ihre 2002 auf deutsch erschienenen denktagebücher noch einmal von der 3sat-kulturzeit-redaktion empfohlen worden, zu recht, denn die sind sehr lesenswert! vielleicht würde sie heute ein weblog führen?
“Beginnt die Philosophie mit dem Denken, das aus dem Staunen aufsteigt, oder mit dem Denken über das Denken?” fragt sich die jüdische Philosophin Hannah Arendt, die vor 30 Jahren, am 4. Dezember 1975, in New York verstarb. Und: Was ist Denken überhaupt? Das Ich spricht mit sich selbst im Dialog. Denken ist kein Rückzug aus der Welt, sondern ein Sich-Aussetzen. Es ist immer ein Verwerfen, ein Experimentieren.
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_ Blick über den Bembelrandcategory arachne Spinnen & das sonderbare Dasein der Humanoiden ...


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