Endlich wieder Wäldchestag, der inoffizielle Frankfurter Nationalfeiertag am “Pfingst-Dienstag” leider mit sehr bewölktem Himmel. Towel Day ist zwar erst am 25. Mai, doch ein Handtuch ist angesichts des wolkig-trüben Wetters angebracht, ansonsten viel Spaß am Oberforsthaus im Frankfurter Stadtwald und: Der Wäldchestag kennt kein Wetter :)
Wäldchestag
In Wald, da muß heut Jedes,
Zu Kutsch, zu Pferd, per Eisebah,
Zu Nache un per Pedes.
Un alle Läde un Condorn,
Die wern geschlosse; Alles!
Die Zeil leiht da, wie gottverlorn,
Un leer is selbst der Dalles!
Friedrich Stoltze 1853
Ach ja, wie dichtete dereinst schon Goethe in seinem Faust:
“zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen: die eine hält in derber Liebeslust sich an die Welt mit klammernden Organen; die andre hebt gewaltsam sich vom Dust zu den Gefilden hoher Ahnen” …
Doch: Och Jo, Bembeltown ist letztlich doch auch eine Buch- und Ebbelwoi-Stadt, also geht beides, Bier und Buch, den Ebbelwoi schenken wir dann zur Feier des Tages in einem Bier&Buch-Bembel aus;)
Das Motto des diesjährigen Earth Days lautet: “Grünes Geld Fairhandeln – Verantwortung leben” – Homepage: www.earthday.de

Mit diesem Motto soll dazu aufgerufen werden, “mit ‘Grünem Geld’ die ‘Um’-Welt verändern und damit auch noch Geld [zu] verdienen”, um so Geld “sinnvoll” zu vermehren, “dann stiftet Geld Sinn”, heißt es.
Sorry “Earth Day”, aber Geld an sich wird niemals “Sinn” stiften, sondern ist und bleibt Mittel zum Zweck. Alles andere ist Fetisch und Mythos des Geldes (egal ob gedruckt/geprägt oder virtuell) innerhalb einer Wirtschaftsordnung. Geld verhilft denen, die es reichlich besitzen und/oder darüber verfügen, zu einer gewissen Autonomie und Freiheit, und verweigert dies denen, die keines oder “viel zu wenig” davon besitzen. Es gibt kein “grünes Geld”, genauso wenig, wie “gelben Strom”!
Mit dem Blütenfest ist das MainÄppelHaus auf dem Lohrberg ist am Sonntag (21. April) in die neue Saison gestartet, bei immerhin frühlingshaften Temperaturen. Die Apfelblüte ist noch sehr zaghaft und zurückhaltend, die letzten Wochen waren einfach zu kalt, doch immerhin sprießen schon die ersten Apfelbäume. Wie immer eine gelungener Start ins Apfeljahr, mit zahlreichen Info-, Kunsthandwerk- und Verpflegungsständen, nicht zuletzt mit dem Riesling vom Weingut der Stadt Frankfurt, sozusagen dem Hauswein, und dem neuen “Lohrberger Schoppe”, dem fruchtigen Apfelwein des MainÄppelHauses, den gibt’s nicht nur im 5er oder 3er, sondern sogar im handlichen 1-Liter-Kanister, Handtaschenformat;)


Nicht nur autoritäre Staaten, sondern auch westliche Unternehmen spielen eine wesentliche Rolle bei der Unterdrückung kritischer Stimmen und unerwünschter Informationen im Internet – Reporter ohne Grenzen:
“Autoritäre Regierungen setzen zunehmend komplexe Technik ein, um unliebsame Webseiten zu blockieren oder um kritische Journalisten und Blogger auszuforschen und zu verfolgen. Oft sind es westliche Anbieter von Sicherheitstechnologie, die die nötige Überwachungsinfrastruktur liefern oder billigend in Kauf nehmen, dass ihre Produkte in die Hände notorischer Menschenrechtsverletzer geraten.”
[...]
Twitter-Kampagne #writinghelps
Am 12. März geht www.writinghelps.com online, eine ROG-Kampagne für Meinungsfreiheit im Internet. Auf der Website wird eine Onlinezeitung aus allem entstehen, was Nutzer unter dem Hashtag #writinghelps auf Twitter schreiben. So schaffen sie gemeinsam eine Zeitung, die unzensiert alles enthält, was Menschen auf aller Welt und in allen Sprachen bewegt.
Am heutigen internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus beklagen Auschwitz-Überlebende den neuen/alten Antisemitismus.
Da in diesem Jahr der 27. Januar auf einen Sonntag fällt, findet die offizielle Gedenkveranstaltung im Bundestag in diesem Jahr erst am 30. Januar, dem 80. Jahrestag der Machtübergabe an (und nicht der Machtergreifung) von Adolf Hitler statt.
Der Holocaustgedenktag ist auf den Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz-Birkenau durch die kommunistische Rote Armee im Jahr 1945 bezogen, was in der oberbayrischen Provinz bei JU- und CSU-Landeiern offenbar im Geschichtsunterricht vergessen worden ist, weswegen an diesem Tag daher über “Massenvergewaltingungen” der Roten Armee schwadroniert wird, dem tumbem Stammtisch sicher zur Freude (siehe Stephan Ebner auf Twitter@EbnerSt).
Wenn die letzen Zeitzeugen und Überlebenden der Shoa gehen, dann wandelt sich auch das Gedenken an den Holocaust (siehe dazu Deutschlandfunk).
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Zum Unwort des Jahres 2012 wurde “Opfer-Abo” von einer sprachkritischen Jury der TU Dramstadt erkoren. Ehrlich gesagt konnte ich damit überhaupt nichts anfangen, das “Opferabo” war mir gänzlich unbekannt. Nach wüsten Spekulationen gab erst die Pressmitteilung (PDF) der Jury Auskunft, und ich lag mit all’ meinen Vermutungen völlig daneben:
Unwort des Jahres 2012: Opfer-Abo
Begründung: Im Herbst 2012 sprach Jörg Kachelmann in mehreren Interviews (z.B. im Spiegel vom 8.10.2012) davon, dass Frauen in unserer Gesellschaft ein „Opfer-Abo“ hätten. Mit ihm könnten sie ihre Interessen in Form von Falschbeschuldigungen – unter anderem der Vergewaltigung – gegenüber Männern durchsetzen. Das Wort „Opfer-Abo“ stellt in diesem Zusammenhang Frauen pauschal und in inakzeptabler Weise unter den Verdacht, sexuelle Gewalt zu erfinden und somit selbst Täterinnen zu sein.
Das hält die Jury angesichts des dramatischen Tatbestands, dass nur 5-8 % der von sexueller Gewalt betroffenen Frauen tatsächlich die Polizei einschalten und dass es dabei nur bei 3-4 % der Fällen zu einer Anzeige und einem Gerichts-verfahren kommt, für sachlich grob unangemessen. Das Wort verstößt damit nicht zuletzt auch gegen die Menschenwürde der tatsächlichen Opfer.
Die Jury urteilt damit in keiner Weise darüber, ob und inwiefern Einzelpersonen von Verleumdungen betroffen sein können und somit auch nicht über den Fall Kachelmann. Sie kritisiert vielmehr einen Wortgebrauch, der gängige Vorurteile in Bezug auf eine Vortäuschung von Vergewaltigungen oder eine Mitschuld der Frauen bestätigt. Ausdrücke dieser Art drohen letztlich den zivilgesellschaftlichen und juristischen Umgang mit sexueller Gewalt in bedenklicher Weise zu beeinflussen.
Hoffnungsvoll machen sich Menschen auf den Weg, wagen mit dem Mut der Verzweiflung eine ungewisse und gefährliche Reise, nur um etwas vom dem menschenwürdigen Leben abzubekommen, das auch ihnen zusteht.
Männer, Frauen und kleine Kinder, die nicht freiwillig ihre Heimat verlassen, die auf diesem Weg über ein stürmisches Meer gejagt und behandelt werden, wie Schwerstkriminelle, und von denen viele qualvoll in größter Not sterben. Das alles passiert tagein, tagaus vor der Haustür des Friedensnobelpreisträgers Europäische Union, seiner Regierenden, Mächtigen und Menschen, einer EU, die dies in ihrer Gleichgültigkeit als Normalität betrachtet. Was bedeutet ihr Frieden?
Am Rande Europas, vor den Küsten von Lampedusa und Linosa spielt sich dieses Drama ab, und die Bürgermeisterin der Inseln, Giusi Nicolini, hat nicht mehr ausreichend Platz auf ihrem Friedhof für die Leichen, sie ist erschüttert über die Gleichgültigkeit in der EU angesichts der toten Menschen im Meer vor unserer Haustür. In einem Brief vom November 2012 schreibt sie:
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Das Rentenalter hat er nicht erreicht, der 1961 fertiggestellte Henninger Turm in Sachsenhausen, das mit 119,5 Metern ehemals höchste Gebäude der Stadt (immerhin hatte er diesen Titel bis 1974 inne). Allen Fans des Spektakulären sei gesagt, er wird auch nicht gesprengt, er wird entkernt und Schritt für Schritt demontiert, ganz unspektakulär. In sechs Monaten soll der Henninger Turm dann verschwunden sein.
Zugegeben, wer nicht wußte, daß der Turm eigentlich einen recht profanen Ursprung als Getreidesilo für die auch nicht mehr existente Henninger-Bräu AG hatte, für den/die war der Anblick zuerst einmal gewöhnungsbedürftig. Doch der Blick vom Drehrestaurant und der Aussichtsplattform des “Frankfurter Eiffelturms” waren einmalig. Der Henninger Turm zählt zu den Wahrzeichen der Stadt und soll daher nach seinem Abriß als 130 Meter hoher Wohnturm mit 130 Luxuswohnungen, von denen es ja bekanntermaßen viel zu wenige in Frankfurt gibt, und in ähnlicher Silhouette wieder auferstehen.
Der Pariser Eiffelturm stand übrigens vor einigen Jahren einmal für einige Tage auf der Zeil: frankophile frankfurt”woche”

Notate aus China, a chinese Bembel Journal – Rìjì
Zu den schönsten Orten in China und auch in Peking zählen eigentlich zu jeder Jahreszeit die Parkanlagen.
Hier ein Blick auf dem Weg in den Beihai Park 北海公园 auf das markanteste Merkmal des Parks im Zentrum von Beijing, die Insel mit der weißen Pagode, Baita 白塔.
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Ist es nun Tragik oder böse Ironie, daß das Blog der alten Eule am Neujahrstag 2013 beerdigt wurde, weil der Bloghoster blogage.de seinen “Dienst eingestellt” hat!?
Betrüblich allemal, denn jetzt ist es leider nicht mehr möglich, im Haupt-Blog der Eule zu versinken.
Was bleibt, sind Blog-Erinnerungen und einige zum Glück rechtzeitig (war es der berühmt-berüchtigte 7. Sinn???) kurz zuvor “gerettete” Inhalte auf der Festplatte, die dort zum späteren Offline-Lesen abgelegt wurden. (So viel zum “nicht-vegessenden”, endlos speichernden Internet und der “Cloud”).
Jetzt gibt es nur noch das Gedichteblog der alten Eule unter twoday: http://dorothea33.twoday.net (oder die ganz alten Blogs auf blogg.de und wordpress.com)
Es bereitet Schwermut, dem bittersüßen Schwanengesang der sterbenden Eule zu lauschen, aber gern besuchen wir sie dort und treffen uns vielleicht am Ufer sitzend zum http://j.mp/Schwanengesang:
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Der Bembel aka Bembelkandidat wünscht Euch ein Frohes Neues Jahr 2013!!!

Da das mit dem Weltuntergang weder am 21.12. noch am 31.12.2012 geklappt hat, hier nun ein “Hallo und willkommen 2013!” … machen wir das Beste draus: Ein frohes Neues Jahr aus Frankfurt oder Bankfurt, der Bembelmetropole am Main. Viel Glück, alles Gute und beste Gesundheit und dem Ebbelwoi endlich ein eigenes Museum:)
Als besonderen Neujahrswunsch 2013: allen Leidenden Milderung Ihrer Schmerzen und möglichst Befreiung von der qualvollen Pein …
Natürlich gibt es auch an diesem Neujahrstag, einer lieb gewonnen Tradition folgend, wie immer frisches, selbst gebackenes Neujahrsbrot, das in gemütlicher Runde den Mittag des Tages wohl nicht mehr erleben wird. Am Nachmittag folgt eine chinesische Tea-Time mit einer Teerose oder Teeblume 花茶. Der Neujahrsputz darf dann ruhig kommen … also morgen vielleicht;)))

Wie es jetzt der alten Eule gerade geht? Wo sie jetzt wohl ist?
Sitzt Sie noch am Ufer und blickt in die Ferne?
Wartet Sie noch auf das Boot, das Sie in ihr Traumland bringt?
Oder ob sie schon mit der kleinen Spinne im Sommerhimmel spielt?
Besinnliche Gedanken “zwischen den Jahren” für und über die alte Eule und ihrer Reise in das Licht
“… genau in der Mitte zwischen den Zweigen der Birke und dem Holunder? Da krabbelt mitten im Himmel, ganz klein, eine Spinne!
[...]
Die Spinne läuft und wippt, mitten im blauen Himmel. Ich nehme wahr, wie das unsichtbare Netz federt. Stunden später ist sie immer noch da. Warum auch nicht? Es ist windstill, nichts stört sie. Aber vielleicht kommt ein Vogel…. Mal sehen, ob sie morgen noch da ist.”
Mit den Augen einer alten Eule: Spinne im Sommerhimmel
Merry Christmas – Frohe Weihnachten (oder Julzeit) – 圣诞快乐

Euch allen wünsche ich eine schöne, frohe und besinnliche Weihnachts- oder Festzeit, den Guten nur Gutes, den phösen Phupen die Rute, den Kranken vor allem Gesundheit und den Trauernden ein wenig Trost und der Menschheit natürlich den Weltfrieden!
Trotz frühlingshafter Temperaturen von über +10°C, mal wieder keine “weiße Weihnacht” (auch der Chinagarten ist grün-braun), wer in Frankfurt einer schönen Tradition lauschen möchte, dem/der sei wie zum 1. Advent auch heute um 17 Uhr Das Große Frankfurter Stadtgeläut empfohlen, bei einem Spaziergang durch die Innenstadt. Das Geläut fällt in diesem Jahr noch immer ein wenig leiser aus, denn die Wahrheitsglocke im Turm der Katharinenkirche und die vier Glöckchen des Karmeliterklosters werden schweigen.
Im politisch-lyrischen Adventskalender öffnet sich das 24. Türchen:
24.12.1945: Friedensweihnacht
24.12.1914: Weihnachtsfrieden
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23.12.1933: Angeblicher Reichstagsbrandstifter verurteilt
Der Niederländer Marinus van der Lubbe wurde in einem Schauprozeß wegen des Reichstagsbrandes vom 27. Februar 1933 zum Tode verurteilt. Bis heute sind die Ursachen des Feuers sowie die angebliche Täterschaft von van der Lubbe nicht abschließend geklärt.
Video: Die Moritat vom Reichstagsbrand (Ernst Busch)
[das ursprünglich eingebundene Video: "Mein Kampf" Teil II. - Den Blodiga tiden, R. Erwin Leiser, Schweden/BRD 1959 verstößt angebl. gegen die Nutzungsbedingungen von YouTube]
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